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Anklage gegen Betreuerin wegen Untreue in 132 Fällen

Datum: 10.06.2015

Kurzbeschreibung: Anklage gegen Betreuerin wegen Untreue in 132 Fällen

Anklage gegen Betreuerin wegen Untreue in 132 Fällen

10.06.2015

Ellwangen. Heidenheim

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat gegen eine 57-jährige Frau zum Amtsgericht Heidenheim - Schöffengericht - Anklage wegen besonders schwerer Untreue in 132 Fällen erhoben.

Die Staatsanwaltschaft legt der Angeschuldigten zur Last, in ihrer Eigenschaft als ehemaliger Berufsbetreuerin aus dem Vermögen von zwei betreuten Personen insgesamt circa 66.000 Euro entnommen und für sich verwendet zu haben.

Die Angeschuldigte habe von 2009 bis April 2013 in 15 Fällen durch fiktive oder falsche Rechnungen und Quittungen zum Nachteil einer der beiden Geschädigten ca. 20.000 Euro zu Unrecht erlangt. Außerdem soll sie von 2010 bis Ende Dezember 2013 in 117 Fällen Bargeld vom Girokonto einer weiteren, ebenfalls dementen Geschädigten abgehoben und für sich selbst verwendet haben. Hierbei soll sie einen Schaden von circa 46.000 Euro verursacht haben.

Die Angeschuldigte war im Raum Heidenheim/Giengen seit 2008 Betreuerin von mehreren Seniorinnen. Die Angeschuldigte ist gelernte Sozialpädagogin. Sie hat sich bis zur Anklageerhebung noch nicht zu den Tatvorwürfen geäußert. 

Info:

§ 266 StGB Untreue

(1)  „Wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, missbraucht oder die ihm kraft Gesetzes, behördlichen Auftrags, ... obliegende Pflicht, fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen, verletzt, und dadurch dem, dessen Vermögensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft....

(2)  ...und 263 Abs. 3 gelten entsprechend.

§ 263 StGB Betrug

(1)  ...

(2)  ...

(3)  In besonders schweren Fällen ist die Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter gewerbsmäßig...handelt...".

Bis zu einer etwaigen rechtskräftigen Verurteilung gilt die Angeschuldigte als unschuldig.

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