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Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ellwangen und des Polizeipräsidiums Ulm

Datum: 20.01.2014

Kurzbeschreibung: Mordfall Maria Bögerl: Eingliederung der Sonderkommission Flagge in das Polizeipräsidium Ulm - DNA-Reihenuntersuchung in der Planung

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ellwangen und des Polizeipräsidiums Ulm

20.01.2014

Mordfall Maria Bögerl: Eingliederung der Sonderkommission Flagge in das Polizeipräsidium Ulm - DNA-Reihenuntersuchung in der Planung

 

Die Sonderkommission Flagge wurde im Zuge der Polizeireform zum Jahresbeginn beim Polizeipräsidium Ulm angesiedelt. Sie hat ihren Dienstsitz in Göppingen. Der Umzug von Stuttgart fand in den ersten beiden Januarwochen statt. Eingerichtet wurde die Sonderkommission im Mai 2010 in Heidenheim, nachdem Maria Bögerl, die Ehefrau des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der  Kreissparkasse Heidenheim, aus dem Haus der Familie entführt und getötet worden war.  In den beiden zurückliegenden Jahren war die Sonderkommission der Landespolizeidirektion Stuttgart zugeordnet. Die Landespolizeidirektionen wurden reformbedingt aufgelöst, weshalb die Fortführung der Ermittlungen und die Struktur der Sonderkommission neu zu organisieren war. Aufgrund des Tatortes Heidenheim ging jetzt auch die Verantwortung für die Soko Flagge zur Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ulm über. Änderungen gab es auch in der Personalstruktur der Sonderkommission. Ermittelten bis zum Jahreswechsel 2013/2014 vierzehn Kriminalbeamtinnen und -beamte, überwiegend aus der Region Stuttgart, gehören der Sonderkommission Flagge seit dem Umzug nach Göppingen insgesamt neunzehn  Mitglieder an. Elf von ihnen sind Angehörige des Polizeipräsidiums Ulm. Diese Umstrukturierung und die Mischung zwischen bisher schon der Soko zugehörigen Beamten und neu hinzugekommenen gewährleistet, dass vorhandenes Detailwissen über das Ermittlungsverfahren weitergegeben wird. Gleichzeitig ist so sichergestellt, dass weiterhin noch bestehende wichtige Ermittlungsansätze zeitnah in Angriff genommen und abgearbeitet werden können. Hierzu zählt etwa eine molekulargenetische Reihenuntersuchung, die vom Amtsgericht Ellwangen angeordnet worden ist. Derzeit wird ein detailliertes Konzept für die Aktion erarbeitet, die nach den Planungen ab Mitte Februar in der Gesamtgemeinde Neresheim stattfinden soll. Mehr als 3.000 Männer im Alter zwischen 21 und 68 Jahren werden von den Ermittlungsbehörden um eine freiwillige Speichelprobe gebeten. Einzelheiten und Details zur DNA-Reihenuntersuchung werden in einer separaten Pressemitteilung Anfang Februar veröffentlicht.

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